Pilotprojekt internationales Datenservicezentrum

Im Vordergrund der Dienstleistung steht der Nachweis und die Vermittlung zu arbeitsmarktrelevanten Daten. Als Metainformationsportal sollen deutsche Dateninformationen an ausländische Forscher sowie ausländische Dateninformationen an deutsche Wissenschaftler vermittelt werden.

Auf der Grundlage bestehender Thesauri soll in Kooperation mit den übrigen Forschungsdaten- und Servicezentren ein Modul für den Bereich Arbeitsmarktdaten entwickelt werden. Dieser Thesaurus und weitere Metainformationen werden Daten unter arbeitsmarktökonomischer Perspektive dokumentieren und erschließen. Das vom BMBF geförderte Internationale Datenservicezentrum stellt damit eine wichtige Ergänzung von Serviceleistungen bestehender Einrichtungen dar.

Soweit rechtlich möglich, soll die Datennutzung im Datenservicezentrum erfolgen. Nach Maßgabe rechtlicher Datennutzungsbestimmungen sollen Gastwissenschaftler des IZA im Datenservicezentrum Auswertungsmöglichkeiten erhalten. Der Aufbau einer kontrollierten Datenfernverarbeitung erfolgt unter Einhaltung der rechtlichen Nutzungsbestimmungen.


Ziele und Aufgaben des Datenservicezentrums:

Das internationale Datenservicezentrum des IZA soll dazu dienen, den Zugang und die Nutzbarkeit von arbeitsmarktrelevanten Mikrodaten zu verbessern. Insgesamt verfolgt das internationale Datenservicezentrum drei Ziele:

  1. Das Metainformationsportal zur Arbeitsmarktforschung soll für Sekundäranalysen relevante Informationen über internationale Datensätze zur Arbeitsmarktforschung bereitstellen. Nationale wie internationale Mikrodatensätze sind überwiegend nur peripher und auf die jeweiligen nationalen Datenarchive beschränkt verfügbar. Archivübergreifende Recherchen sind durch die unterschiedliche Standardisierung der Metadaten nur eingeschränkt möglich. Dieses Problem soll mit der Einrichtung einer zentralen, international standardisierten Metadatenbank gelöst werden.
  2. Für die wichtigsten Arbeitsmarktdatensätze soll ein indirekter Zugang ermöglicht werden. Die Auswahl dieser Datensätze soll auf der Grundlage der engen Kontakte des IZA zu internationalen Forschungsinstituten und Wissenschaftlern mit Hilfe des IZA-Fellow-Surveys erfolgen. Der Datenzugang soll in Abhängigkeit der rechtlichen Beschränkungen auf zwei Wegen ermöglicht werden. Soweit es die rechtlichen Bestimmungen zulassen, sollen Wissenschaftler indirekt über die Schalterstelle zur virtuellen Datenbank mit den Daten fernrechnen können. Sollte dies aus rechtlichen Gründen nicht möglich sein, kann der Zugriff durch das bestehende IZA-Gastwissenschaftlermodell mit zuvor erteilter Nutzungserlaubnis durch die Primärdatendistributoren erfolgen.
  3. Deutsche Datensätze sollen international verfügbar gemacht werden. In Kooperation mit den Forschungsdaten- und Datenservicezentren soll Wissenschaftlern aus dem Ausland durch die Nutzung einer Schalterstelle der Zugang zu bestimmten deutschen Datensätzen ermöglicht werden. Zu diesen Datensätzen können nach Maßgabe des IZA-Fellow-Surveys der Mikrozensus gehören oder die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, die Zeitbudgetstudie, die Beschäftigtenstichprobe, die Regionalstichprobe und das Beschäftigtenpanel. Dies setzt voraus, dass das IZA mit den Primärdatenproduzenten geeignete rechtliche und technische Standards des Datenzugangs entwickelt und umsetzt .


Kontakt:    International Data Service Center of IZA (IDSC)
IZA, P.O. Box 7240, D-53072 Bonn, Germany
Phone: +49-228-3894-503
Fax: +49-228-3894-180
E-mail: idsc@iza.org
Web: http://idsc.iza.org



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