Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (Hrsg.): Optimierung des bestehenden kriminalstatistischen Systems in Deutschland. Empfehlungen der Arbeitsgruppe „Optimierung des bestehenden kriminalstatistischen Systems“ unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Wolfgang Heinz, Universität Konstanz. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2009.
Für eine evidenzbasierte Kriminal- und Strafrechtspolitik sind aussagekräftige und verlässliche Statistiken und empirische Befunde eine unabdingbare Notwendigkeit. Ohne empirische Grundlagen kann die Wissenschaft keine realitätsgerechten Untersuchungen durchführen und die Verwaltungen und die Rechtspflege können ohne leistungsfähige Statistik und Empirie nicht problemadäquat steuern.
Der RatSWD hat sich dieses Problems angenommen und im Oktober 2006 und im April 2008 zwei Veranstaltungen zu den Themen „Datenprobleme in den Kriminal- und Strafrechtspflegestatistiken“ und „Was wüssten wir gern? Kriminalstatistiken im Lichte internationaler Erfahrungen“ durchgeführt. Schließlich hat der Rat im Juli 2007 eine Arbeitsgruppe eingesetzt, deren Aufgabe es war, Vorschläge für eine umfassende Optimierung des bestehenden kriminalstatistischen Systems in Deutsch-land zu erarbeiten, die kurz-, mittel- und langfristig umgesetzt werden können.
Aktuelle, gültige und verlässliche Statistiken bilden eine notwendige Bedingung für eine evidenzbasierte Kriminalpolitik. Ohne solche Statistiken kann weder die Wissenschaft realitätsnahe Untersuchungen durchführen noch kann die Verwaltung ohne sie ihre Aufgabenbereiche problemadäquat steuern. Die derzeitigen Statistiken genügen den Anforderungen jedoch nur bedingt bzw. in unterschiedlichem Maße.
Der RatSWD setzte aufgrund dieser Einschätzung eine elfköpfige "Arbeitsgruppe zur Optimierung der bestehenden kriminalstatistischen Systeme" ein. Die konstituierende Sitzung dieser Arbeitsgruppe aus Vertretern der Wissenschaft, Mitarbeitern des BKA, des Statistischen Bundesamtes, der Statistischen Landesämter, des Niedersächsischen Justizministeriums, des BMI sowie des BMJ fand im Juli 2007 in Berlin statt.
Aufgabe der Arbeitsgruppe war es, binnen eines Jahres Empfehlungen zur Verbesserung der gegenwärtigen Situation zu erarbeiten. Im September 2008 hat die Arbeitsgruppe dem RatSWD ihren Abschlussbericht übergeben.
Zur kurz- und mittelfristig realisierbaren Verbesserung des bestehenden kriminalstatistischen Systems schlägt die Arbeitsgruppe vor:
Die grundlegenden Defizite können hierdurch aber nicht behoben werden. In Anlehnung an bereits erfolgreiche ausländische Vorbilder schlägt die Arbeitsgruppe deshalb vor, das bisherige System unverbundener Einzelstatistiken zugunsten eines statistischen Datenbanksystems mit pseudonymisierten Personendaten aufzugeben. Dadurch kann Deutschland wieder Anschluss finden an bereits weiter fortgeschrittene Systeme einiger benachbarter europäischer Staaten. Die zur Realisierung dieses Datenbanksystems notwendigen organisatorischen und rechtlichen Maßnahmen, der künftige Berichtsweg, die Aufbereitung von Jahresstatistiken auf Landes- wie auf Bundesebene sowie die Nutzung für retrospektive wie prospektive Statistiken werden dargestellt.
Der RatSWD hat sich diese Empfehlungen auf seiner Sitzung am 10. Oktober 2008 zueigen gemacht. Der Abschlussbericht wurde als Buch im NOMOS Verlag veröffentlicht.
Was wüssten wir gern? Kriminalstatistiken im Lichte internationaler Erfahrungen.
Mit diesem Thema befasste sich die Fachtagung der Kriminologischen Zentralstelle (KrimZ) und des Rates für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) vom 17.-18. April 2008 in Berlin. >>>
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"Datenverfügbarkeit reicht nicht, um Replikationsstudien zur Routine zu machen" von Gert G. Wagner und Denis Huschka, erschienen als RatSWD Working Paper 194/2012
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pnnde | 11.01.2012 | von Richard Rabensaat
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"Institutionenversagen in der Finanzkrise - Zur zukünftigen Rolle und Funktion der Statistik im europäischen Kontext".
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26. April 2012, Berlin
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Metadata and Persistent Identifiers for Social and Economic Data
7-8 May 2012, Berlin, Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities