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Visionen und Perspektiven für den Zensus in Deutschland

Forum A / Paneldiskussion: Mittwoch 08. Februar 2017 | 14:00–15:30 Uhr

Moderation:
Prof. Dr. Ulrike Rockmann
(Stellv. Landeswahlleiterin für Berlin; ehem. Präsidentin Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)

 

Die Bevölkerungszahl spielt bei zahlreichen Gesetzen und Planungsaufgaben eine zentrale Rolle. Auch die aktuell zu beobachtende Dimension der Migrationsbewegungen erfordert mehr als je zuvor eine möglichst valide Datenbasis im Hinblick auf Bevölkerungsstruktur und Bevölkerungsbewegung. Eine Volkszählung als Instrument zur Feststellung der Bevölkerungszahl muss daher präzise sein und möglichst schnell aktuelle Ergebnisse liefern. Sie ist ein wesentliches Element einer verlässlichen Dateninfrastruktur.

Der Zensus 2011 basierte in Deutschland auf einer neuen Vorgehensweise – einem teilweise registerbasierten Verfahren mit den Melderegistern als zentraler Komponente. Der Zensus 2021 wird sich methodisch nicht grundsätzlich unterscheiden. Die Ergebnisse für Europa insgesamt werden wieder drei Jahre nach Stichtag, also 2024, verfügbar sein – ein Zeitraum, welcher für die Dynamik mancher Entwicklungen als zu lang eingeschätzt wird. So gibt es innerhalb des Europäischen Statistischen Systems Überlegungen ab dem Jahr 2024 zweigleisig zu fahren: zum einen alle 10 Jahre einen umfangreichen Zensus durchzuführen und zum anderen einen kleineren Merkmalskranz jährlich zu aktualisieren.

Insbesondere im Lichte dieser Entwicklungen stellt sich die Frage, ob die im Zensus 2011 etablierte Vorgehensweise effizienter gestaltet werden muss und weitere methodischen Veränderungen erforderlich sind. Der RatSWD hat die Thematik aufgegriffen und ist nach Diskussionen mit Experten zu neun Empfehlungen adressiert an die Statistikämter sowie verantwortliche Ministerien in Bund und Ländern gekommen.

 

Diskutanten:

  • Dr. Sabine Bechtold (Abteilungsdirektorin Bevölkerung, Finanzen und Steuern, Statistisches Bundesamt)
  • Marco Buscher (Stellv. Abteilungsleiter Bevölkerung und Bildung, Bundesamt für Statistik, Schweiz)
    pdfVortrag
  • Hans-Josef Fischer (Präsident Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen)
  • Prof. Dr. Michaela Kreyenfeld (Hertie School of Governance; Max-Planck-Institut für demografische Forschung)
  • Matthias Schmidt (Mitglied des deutschen Bundestages)