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Panel: "Forschungsdaten" bei der VfS-Jahrestagung 2013 in Düsseldorf

Freitag,  06.09.2013 von 18:00 – 19:15 Uhr

"Warum sollte ich meine Datensätze mit anderen teilen? Die empirische Wirtschaftsforschung und der Weg zu mehr Transparenz"
Organisation: ZBW und RatSWD

Abstract:

In den Wirtschaftswissenschaften werden empirische Untersuchungen zur Überprüfung und Weiterentwicklung von theoretischen Modellen immer wichtiger. Dies schlägt sich u.a. in einer steigenden Anzahl solcher Beiträge in Fachzeitschriften nieder, bei denen die Autoren eigene Forschungsdaten erhoben oder externe Datensätze verarbeitet haben. Auch die technischen Möglichkeiten für die Speicherung, Beschreibung und Weitergabe von Forschungsdaten haben sich deutlich verbessert. Vor diesem Hintergrund fordern Forschungsförderer wie die DFG aber auch Fachgesellschaften wie der Verein für Socialpolitik (VfS) eine größere Transparenz bei der Nutzung von Datensätzen. So heißt es im Ethikkodex des Vereins für Socialpolitik u.a.: "Bei empirischen Arbeiten sollen, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten, die verwendeten Datensätze und Programm zur Replikation der Ergebnisse verfügbar gemacht werden."

Schaut man aber auf die gelebte Praxis, dann ist Data Sharing in der Wirtschaftsforschung bis auf wenige Ausnahmen bislang wenig verbreitet. Und damit fehlt bislang weitgehend die Grundlage für eine Sekundärnutzung von Daten und die Replikationen von Forschungsergebnissen.

 

Vor diesem Hintergrund werden im Panel folgende Fragen diskutiert:

  • Was sind die Vorteile für die Wissenschaftscommunity insgesamt, wenn sich mehr Data Sharing durchsetzt?
  • Welche Auswirkungen hat Data Sharing auf den einzelnen Forscher?
  • Welche Barrieren existieren für das Teilen von Forschungsdaten und wie können diese ggf. überwunden werden?
  • Wie müssten Anreize ausgestaltet und gesetzt werden, damit Forschungsdaten mehr mit anderen geteilt und nachgenutzt werden?
  • Welche Stakeholder (z.B. Forschungsförderer, Forschungsdatenzentren und -archive, Zeitschriftenherausgeber) haben hier ggf. die besten Möglichkeiten, neue Rahmenbedingungen zu setzen?
  • Wie wird sich Data Sharing in den Wirtschaftswissenschaften in den nächsten 5 Jahren entwickeln?

Folgende Diskutanten werden sich der Fragestellungen annehmen:

  • Jutta Günther (Abteilungsleiterin Strukturökonomik am Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH))
  • Dietmar Harhoff (Direktor des Max-Planck-Instituts für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht und erweiterter Vorstand des Vereins für Socialpolitik)
  • Gert G. Wagner (Vorsitzender des Rates für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) und Vorstandsmitglied des DIW Berlin)
  • Peter Winker (Justus-Liebig-Universität Gießen; Herausgeber der Fachzeitschrift "Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik")
  • Stefan Winkler-Nees (Referent der DFG zum Thema "Informationsinfrastrukturen für Forschungsdaten")

Moderation:

  • Klaus Tochtermann (Direktor der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft)