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Antrag zum Konsortium für die Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften (KonsortSWD)

Die Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften eröffnen vielfältige Perspektiven und entwickeln wesentliche Ansätze, um Antworten auf große aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu finden. Die mit KonsortSWD verbundenen Disziplinen arbeiten dabei mit verschiedenen Datentypen, die häufig aufgrund rechtlicher oder ethischer Beschränkungen besonders sensibel sind und häufig nicht originär für wissenschaftliche Zwecke erhoben wurden (siehe Abbildung 1). KonsortSWD bietet den Forschenden, die zunehmend in multi- und interdisziplinären Projekten zusammenarbeiten, Unterstützung bei ihrem Forschungsdatenmanagement (FDM). Die an KonsortSWD beteiligten Einrichtungen bringen dabei ihre Erfahrungen im Betrieb von nutzungsorientierten Forschungsdateninfrastrukturen in die NFDI ein.

Der Antrag zu KonsortSWD befindet sich derzeit in der Begutachtung.
 

Abb. 1: Originalgrafik zu den verschiedenen Datentypen aus dem Antrag zu KonsortSWD


Unsere Mission ist es, die Forschungsdateninfrastruktur zur Beforschung der Gesellschaft zu stärken, zu erweitern und zu vertiefen. Sie soll nutzungsorientiert ausgestaltet sein und die Bedürfnisse der Forschungscommunities berücksichtigen. Die FDM-Strategie von KonsortSWD zielt darauf ab, Forschende und Forschungsdatenzentren technisch und inhaltlich bei Verwaltung und Nachnutzung (neuer) sensibler und nicht sensibler Daten in Übereinstimmung mit den FAIR-Prinzipien zu unterstützen. Dazu gehört neben einem nachhaltigen FDM über den Forschungsdatenlebenszyklus hinweg auch die Sicherstellung des Datenzugangs unter Berücksichtigung ethischer und rechtlicher Aspekte.


KonsortSWD erhöht die Effizienz in FDM-Prozessen durch Koordination von:

  • Datenproduzierenden, denen technischer Sachverstand zur Vereinfachung eines nachhaltigen FDM während des gesamten Forschungsdatenlebenszyklus zur Verfügung steht,
  • Qualitätssicherung und Wachstum einer Infrastruktur von derzeit 34 akkreditierten Forschungsdatenzentren mit 3.940 Datensätzen, 46.000 Datennutzenden und 285 Vollzeitäquivalenten (Stand 2018) werden gewährleistet,
  • der Zusammenarbeit von Datennutzenden und Datenproduzierenden im Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) führt zu erweitertem Zugang zu Forschungsdaten,
  •  einem Forum für ethische Reflexion, das Forschende und ihre Einrichtungen unterstützt und flankierende Standards für die datenbasierte, qualitätsorientierte Forschung am Menschen bis hin zu ganzen Gesellschaften bietet.

KonsortSWD verbindet die Einbindung verschiedener Gruppen mit einer transparenten Steuerung: Ein Lenkungsausschuss verantwortet die operativen Abläufe, ein Beirat mit gewählten Vertretenden aus der Forschung gibt strategisches Feedback und eine Konsortial-Konferenz dient der Verbreitung und Qualitätssicherung der Arbeitsergebnisse von KonsortSWD. Die Task Areas (TAs) entwickeln Dienste für folgende Bereiche: (1) Nutzendeneinbindung, (2) Datenzugang, (3) Datenproduktion, (4) Forschungs(Daten)Ethik und (5) Technische Lösungen.

 

Abb. 2: Anonymisierung als Risikoabwägung