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Bundesverdienstkreuz für ehemaligen Vorsitzenden des RatSWD

RatSWD Pressemitteilung, 08.02.2008

Prof. Dr. Gert G. Wagner, Mitglied des Rates für Sozial- und Wirtschaftsdaten (und bis 2007 dessen Gründungsvorsitzender), wurde von Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Gert G. Wagner ist Lehrstuhlinhaber für Volkswirtschaftslehre an der TU Berlin und leitet am DIW Berlin die international beachtete Längsschnittstudie Sozio-Ökonomisches Panel (SOEP), die eine Serviceeinrichtung innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft (WGL) ist. Der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Ernst Theodor Rietschel, gratulierte Gert Wagner mit den Worten: "Die Auszeichnung würdigt einen herausragenden Wissenschaftler, der sich gerade auch um die Verbesserung der Daten-Infrastruktur in Deutschland verdient gemacht hat."

Berlins Wissenschaftssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner überreichte Wagner die Auszeichnung am 8. Februar 2008. Zöllner sagte: "Professor Wagner hat sich um die Wissenschaft, die Politik, die Öffentlichkeit und um Deutschland in herausragender Weise verdient gemacht. Gert Wagner ist zweifellos einer der profiliertesten Sozialwissenschaftler Deutschlands". Wissenschaftler in aller Welt arbeiten mit den Datensätzen des SOEP, das damit "als eines der erfolgreichsten und folgenreichsten wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Forschungsprojekte in Deutschland gilt".

Wagner studierte Volkswirtschaftslehre und Soziologie in Frankfurt, danach wurde er im Jahr 1984 an der Technischen Universität Berlin promoviert und wurde dort 1992 am Fachbereich Volkswirtschaftslehre habilitiert. Nach kurzer Zeit als Privatdozent in Berlin war er bis 1997 Professor für Sozialpolitik und öffentliche Wirtschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Danach lehnte er einen Ruf nach Göttingen ab und folgte einem Ruf an die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Seit 2002 ist er Professor für Volkswirtschaftslehre an der Technischen Universität Berlin.

Bis Anfang des Jahres 2008 war Wagner Mitglied im Wissenschaftsrat, der die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung sowie des Hochschulbaus berät. Wagner hat sich aber nicht nur als Wissenschaftler, sondern auch ehrenamtlich - insbesondere für die evangelische Kirche - in die gesellschaftliche und sozialpolitische Diskussion eingebracht. Seit 2004 ist er Vorsitzender der "Kammer für Soziale Ordnung" der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).