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NFDI-Initialisierungsphase: RatSWD sieht großes Potenzial für deutsche Wissenschaft

Pressemitteilung, 11.02.19

Der RatSWD begrüßt die Initialisierungsphase einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Die NFDI wird dazu beitragen, den Zugang zu qualitativ hochwertigen Forschungsdaten entlang der FAIR-Prinzipien auszubauen und ein nachhaltiges Forschungsdatenmanagement zu stärken. Sie unterstützt die interdisziplinäre Erforschung von drängenden gesellschaftlichen Fragen auf empirischer Grundlage.
Mit der Gründung des KonsortSWD planen der RatSWD – aufbauend auf seiner anerkannten Kompetenz – und weitere Partner einen gemeinsamen Beitrag der Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften zur NFDI.

Seit über 15 Jahren gestalten der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) und die durch ihn akkreditierten Forschungsdatenzentren (FDZ) die Entwicklung von Forschungsdateninfrastrukturen aktiv mit. Mit den FDZ hat der RatSWD ein Modell für den Zugang auch zu sensiblen Forschungsdaten etabliert, das schon heute über die Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften hinaus als Erfolgsmodell gilt. Er hat darüber hinaus zahlreiche Leitlinien (z.B. für das Forschungsdatenmanagement) entwickelt, die auch angrenzenden Disziplinen Impulse geben. Der RatSWD wird darüber hinaus zur Weiterentwicklung der FAIR-Prinzipien signifikante Beiträge leisten und hat hierzu das GO FAIR Implementation Network EcoSoc-IN ins Leben gerufen.

Die derzeit 32 durch den RatSWD akkreditierten FDZ ermöglichen vor dem Hintergrund unterschiedlicher rechtlicher Rahmenbedingungen einen niedrigschwelligen Datenzugang für Forschende. Mehr als 21.000 aktive Datennutzende aus dem In- und Ausland (Basis: 2017) dokumentieren, dass deren Serviceleistungen bereits rege für innovative Forschung genutzt werden. Mit den Daten der FDZ können grundlegende gesellschaftliche Fragen rund um die wirtschaftliche Entwicklung, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und bedeutende Herausforderungen wie beispielsweise Digitalisierung, Bildungsexpansion, Globalisierung, demographischer Wandel, Migration und Klimaveränderung– insbesondere in Umbruchphasen – erforscht werden.

Der Start der Initialisierungsphase für die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) vom 11. Februar 2019 bereitet den Weg, weitere Fortschritte bei der langfristigen Datensicherung und Datenbereitstellung, im Forschungsdatenmanagement sowie bei der Verknüpfung von Forschungsdaten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen zu machen. Der RatSWD begrüßt die Ausschreibung daher nachdrücklich.

Um das Infrastrukturangebot für die Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften weiter zu verbessern und den Interessen der Datennutzenden Gehör zu verschaffen, möchte der RatSWD seine Erfahrung in die NFDI einbringen und sich noch breiter vernetzen. Mit KonsortSWD stellt der RatSWD ein sozial-, verhaltens- und wirtschaftswissenschaftliches Konsortium zusammen.

Die Partner im KonsortSWD arbeiten seit vielen Jahren eng zusammen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, qualitativ hochwertige Forschungsdaten zur Beantwortung drängender wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Fragen bereitzustellen. Dabei sollen die Datenbasis und der Zugang zu dieser – unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher und forschungsethischer Aspekte – weiter verbessert werden. Schwerpunkte sollen dabei auf dem Zugang zu Daten aus öffentlicher und privater Hand sowie deren Verknüpfbarkeit liegen.

Weitere Informationen zur Initialisierungsphase: https://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/info_wissenschaft_19_09/index.html

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Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) berät seit 2004 die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der Forschungsdateninfrastruktur für die empirischen Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften. Im RatSWD arbeiten acht durch Wahl legitimierte Vertreterinnen und Vertreter der sozial-, verhaltens- und wirtschaftswissenschaftlichen Fachdisziplinen mit acht Vertreterinnen und Vertretern der wichtigsten Datenproduzenten zusammen.
Er versteht sich als institutionalisiertes Forum des Dialoges zwischen Wissenschaft und Datenproduzenten und erarbeitet Empfehlungen und Stellungnahmen. Der RatSWD engagiert sich für eine Infrastruktur, die der Wissenschaft einen breiten, flexiblen und sicheren Datenzugang ermöglicht. Solche Daten werden von staatlichen, wissenschaftsgetragenen und privatwirtschaftlichen Akteuren bereitgestellt. Der RatSWD hat 32 Forschungsdatenzentren akkreditiert, deren Kooperationen er fördert.