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RatSWD wählt Prof. Dr. Jürgen Schupp zum stellvertretenden Vorsitzenden

Pressemitteilung, 13.11.2019

Im Rahmen seiner 53. Sitzung am 07./08.11.2019 hat der RatSWD Prof. Dr. Jürgen Schupp (SOEP am DIW Berlin, FU Berlin) zu seinem neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er übernimmt ein wohlbestelltes und auf die Zukunft ausgerichtetes Feld von Prof. Stefan Bender.
Darüber hinaus wurden wissenschaftliche Standards bei der Datenerhebung mit neuen Technologien, wie GPS-Sensoren und Pulsmessern, diskutiert. Die Empfehlungen werden zeitnah gesondert veröffentlicht. Abschließend stand der Umgang mit der gemeinsamen datenschutzrechtlichen Verantwortlichkeit, insbesondere von individuellen Forschenden und deren Forschungseinrichtungen im Mittelpunkt.

Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) hat Prof. Dr. Jürgen Schupp als seinen neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Jürgen Schupp ist Vize-Direktor des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professor für Soziologie an der Freien Universität Berlin. Jürgen Schupp hat mit seiner langjährigen Tätigkeit am SOEP die Geschicke des RatSWD bereits seit dessen Entstehung eng begleitet. Seit 2017 ist er Mitglied des RatSWD und hat u.a. dessen Arbeitsgruppe zum Thema Roadmap-Prozesse geleitet.

Einen besonderen Dank hat der RatSWD Prof. Stefan Bender (Deutsche Bundesbank) ausgesprochen, welcher aufgrund seiner vielfältigen weiteren Verpflichtungen als stellvertretender Vorsitzender zurückgetreten war. Er hat das Amt seit 2014 mit großem Engagement begleitet und entscheidend zum Gelingen des aktuellen Arbeitsprogramms des RatSWD beigetragen. Insbesondere in den letzten beiden Jahren waren hierbei vielfältige Richtungsentscheidungen zu treffen. Stefan Bender ist auch weiterhin für die Bundesbank Mitglied im RatSWD und vertritt das Gremium im Statistischen Beirat, im UK Data Forum und im Rahmen zahlreicher offizieller Termine.

Im Rahmen seiner 53. Sitzung am 07./08.11.2019 stimmte der RatSWD zudem Empfehlungen für wissenschaftliche Standards bei der Datenerhebung mit neuen Technologien, wie zum Beispiel GPS-Sensoren und Pulsmessern, ab. Die neuen technischen Möglichkeiten werden in der Forschung bereits rege eingesetzt und eröffnen neue Potenziale für die wissenschaftliche Datenerhebung. Diese sollten jedoch mit Standards zur Qualitätssicherung der Datenerhebung, zu forschungsethischen und datenschutzrechtlichen Aspekten sowie zum Forschungsdatenmanagement gerahmt werden. Der RatSWD wird hierfür zeitnah Empfehlungen veröffentlichen.

Nach wie vor besteht Klärungsbedarf bei der Anwendung der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung, beispielsweise zur gemeinsamen Verantwortlichkeit – das konnte der RatSWD im Austausch mit Prof. Dr. Rolf Schwartmann (TH Köln; Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit) feststellen. Die gemeinsame Verantwortlichkeit von Akteuren für Datenerhebungen und Datenverarbeitungen kann auch bei wissenschaftlichen Forschungsprojekten regelmäßig vorliegen, zum Beispiel zwischen individuellen Forschenden und ihren Forschungseinrichtungen. In diesen Fällen ist es ratsam, eine schriftliche Vereinbarung zwischen den Verantwortlichen zu schließen und diese transparent nach außen zu kommunizieren.

Die nächste Sitzung des RatSWD findet im Anschluss an die 8. Konferenz für Sozial- und Wirtschaftsdaten (8|KSWD am 02. und 03.02.2020 in Berlin) statt.

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Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD)
berät seit 2004 die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der Forschungsdateninfrastruktur für die empirischen Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften. Im RatSWD arbeiten acht durch Wahl legitimierte Vertreterinnen und Vertreter der sozial-, verhaltens- und wirtschaftswissenschaftlichen Fachdisziplinen mit acht Vertreterinnen und Vertretern der wichtigsten Datenproduzenten zusammen.
Er versteht sich als institutionalisiertes Forum des Dialoges zwischen Wissenschaft und Datenproduzenten und erarbeitet Empfehlungen und Stellungnahmen. Der RatSWD engagiert sich für eine Infrastruktur, die der Wissenschaft einen breiten, flexiblen und sicheren Datenzugang ermöglicht. Solche Daten werden von staatlichen, wissenschaftsgetragenen und privatwirtschaftlichen Akteuren bereitgestellt.
Der RatSWD hat 34 Forschungsdatenzentren (FDZ) akkreditiert, deren Kooperationen er fördert.