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RatSWD in seine 6. Berufungsperiode gestartet

Pressemitteilung, 21.07.2017

Der RatSWD ist in seine 6. Berufungsperiode (2017–20) gestartet. Frau Dr. Willms-Herget, Unterabteilungsleiterin im BMBF, nahm die Konstituierung bei seiner Sitzung am 13./14.07.2017 vor. Dabei unterstrich sie die besondere Rolle des RatSWD bei der Erschließung neuer Forschungsdaten und Diskussion aktueller und zukünftiger Themen. Dies illustriert auch der aktuelle Abschlussbericht der 5. Berufungsperiode. Der RatSWD wählte Frau Prof. Riphahn, Ph.D. (Universität Erlangen-Nürnberg) und Herrn Bender (Deutsche Bundesbank) als Vorsitzende. Im Rahmen der Sitzung wurden darüber hinaus Vorschläge zur Weiterentwicklung der Forschungsdateninfrastruktur und die GO FAIR-Initiative diskutiert.

Mitglieder der 6. Berufungsperiode des RatSWD
Vorsitzende des RatSWD, Prof. Regina T. Riphahn, Ph.D. (3. v.l.)

Am 13. Juli 2017 wurde der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) für seine 6. Berufungsperiode (2017–20) durch Frau Ministerialdirigentin Dr. Willms-Herget, Leiterin der Unterabteilung „Forschungsorganisationen“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), konstituiert. Dabei dankte sie allen und insbesondere den ausscheidenden Mitgliedern für die erfolgreiche Arbeit. Der RatSWD habe sein Arbeitsprogramm 2014–17 erfolgreich umgesetzt und sei beispielsweise für das BMBF eine zentrale Unterstützung bei der Begleitung der EU-Datenschutzreform gewesen. Eine Gesamtschau der vergangenen Berufungsperiode bietet der aktuell veröffentlichte Abschlussbericht der 5. Berufungsperiode des RatSWD.

Frau Dr. Willms-Herget begrüßte die neuen Mitglieder. Sie unterstrich die anhaltend wichtige Rolle des RatSWD bei der Erschließung von Forschungsdaten und der Diskussion neuer Forschungsfelder und neuer Forschungsmethoden gerade in Zeiten der Digitalisierung für empirisch Forschende in den Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften.

Der RatSWD wählte Frau Prof. Riphahn, Ph.D. (Professorin für Statistik und empirische Wirtschaftsforschung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) als seine Vorsitzende und Herrn Bender (Leiter des Forschungsdaten- und Servicezentrums der Deutschen Bundesbank) als seinen stellvertretenden Vorsitzenden. Damit führen die beiden ihr besonderes Engagement für den RatSWD fort. Sie hatten den Vorsitz bereits in der 5. Berufungsperiode inne.

Im Rahmen seiner konstituierenden Sitzung hat der RatSWD Vorschläge zur Weiterentwicklung der Forschungsdateninfrastruktur diskutiert. Mit diesen sollen Harmonisierungspotenziale zwischen den derzeit 31 vom RatSWD akkreditierten Forschungsdatenzentren erschlossen, die in ihnen gebündelten Kompetenzen geschärft und die Nutzungsfreundlichkeit des Serviceangebots weiter ausgebaut werden.

Im Rahmen der Sitzung tauschte sich der RatSWD mit Herrn Prof. Dr. Tochtermann (Direktor der ZBW – Leibniz Informationszentrum Wirtschaft und Professor für Informatik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) zur GO FAIR-Initiative aus. Sie hat zum Ziel, die aktuell vorangetriebene European Open Science Cloud (EOSC) so zu gestalten, dass Forschungsdaten für Forschende auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar sind (mehr dazu hier). Es hat sich in der Diskussion gezeigt, dass die Akkreditierungsrichtlinien des RatSWD und die FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) deutliche Überschneidungen miteinander aufweisen. Diese Grundanforderungen an die Verfügbarkeit von Forschungsdaten weisen ebenso deutliche Überschneidungen mit den Überlegungen zur Schaffung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) auf, wie sie der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) veröffentlichte. Eine Fortführung des wichtigen Dialogs wurde vereinbart.

Die nächste Sitzung des RatSWD findet am 07./08. Dezember 2017 statt.

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Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD)
ist ein unabhängiges Gremium von empirisch arbeitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Universitäten, Hochschulen und anderen Einrichtungen unabhängiger wissenschaftlicher Forschung sowie von Vertreterinnen und Vertretern wichtiger Datenproduzenten. Er wurde 2004 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit der Zielsetzung eingerichtet, die Forschungsdateninfrastruktur für die empirische Forschung nachhaltig zu verbessern und somit zu ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit beizutragen.