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Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität

RatSWD Pressemitteilung, 25.01.2011

Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität: Working Paper-Reihe des Rates für Sozial- und Wirtschaftsdaten soll zur Diskussion beitragen - Wirtschaftsweiser Christoph Schmidt macht den Anfang

Der Deutsche Bundestag hat eine Enquete-Kommission zum Thema „Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität“ konstituiert. Eine wesentliche Aufgabe dieser Kommission, der 17 Abgeordnete und 17 sachverständige Mitglieder angehören, ist die Diskussion und Erarbeitung „alternativer Wohlstands-Indikatoren“, die das Bruttoinlandsprodukt (BIB, im Englischen: GDP) als politische Zielgröße ergänzen oder ersetzen können.

„Die Thematik dieser Enquete-Kommission ist eng mit der Weiterentwicklung der amtlichen Statistik und der gesamten Forschungs-Infrastruktur in den Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften verbunden“, erklärt Gert G. Wagner, Vorsitzender des Rates für Sozial- und Wirtschaftsdaten und Mitglied der Enquete-Kommission. „Die Arbeitspapier-Reihe des Rates, die insbesondere der Diskussion der konzeptionellen und organisatorischen Weiterentwicklung von Statistik und Forschungsinfrastruktur dient, wird deswegen ausdrücklich für Beiträge geöffnet, die sich mit methodisch-organisatorischen Fragen alternativer Wohlstandsindikatoren beschäftigen.“

Das erste Arbeitspapier zur Indikatoren-Thematik haben Sonja C. Kassenböhmer und Christoph M. Schmidt vom Wirtschaftsforschungsinstitut „RWI Essen“ vorgelegt (RatSWD Working Paper Nr. 167: Beyond GDP and Back: What is the Value-Added by Additional Components of Welfare Measurement?). Christoph Schmidt ist Präsident des RWI Essen, Mitglied im Sachverständigenrat zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung („Wirtschaftsweise“) und auch Mitglied in der Enquete-Kommission zur Lebensqualität.

In dem Arbeitspapier wird gezeigt, dass das BIP und die Arbeitslosenquote im Vergleich zu Indikatoren wie der Gesundheits- oder Lebenszufriedenheit eine hohe Aussagekraft aufweisen. Allerdings sind diese Indikatoren wie auch solche zu den Sorgen über die eigene wirtschaftliche Situation und den Umweltschutz darüber hinaus von Bedeutung.