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Daten der qualitativen Sozialforschung

Der Arbeitskreis "Daten der qualitativen Forschung" bildete die Grundlage für die Stellungnahme des RatSWD zur Archivierung und Sekundäranalyse von qualitativen Daten.

Der RatSWD will optimale Bedingungen für die Genese von und den Zugang der Wissenschaft zu Forschungsdaten herstellen. Er befürwortet grundsätzlich die Archivierung und die Bereitstellung qualitativer Daten für Sekundäranalysen. Der RatSWD erkennt an, dass die Frage der Möglichkeit, der Angemessenheit und des wissenschaftlichen Nutzens von Sekundäranalysen nach Materialart und Forschungsmethoden differenziert zu beantworten ist. Er spricht sich dafür aus, auch im Bereich der qualitativen Sozialforschung grundsätzlich eine Kultur der Datenbereitstellung zu fördern.

Hier sind Forschende typischerweise aktiv in die Produktion von Datenmaterial eingebunden, so dass die Frage der Datenweitergabe die Frage des geistigen Eigentums berührt. Es gilt, Archivierungsverfahren bereit zu stellen, die versprechen, den Wert des Datenmaterials zu erhalten, ohne den Datenschutz zu gefährden. Regelungen zur Archivierung wie zur Sekundärnutzung dürfen den Feldzugang für Primärforschende nicht einschränken.  DerRatSWD befürwortet die Archivierung qualitativer Daten und ihre Bereitstellung für Sekundäranalysen soweit dies ohne nachvollziehbare Gefährdung der primären Forschungsziele möglich ist. Bei Drittmittelprojekten soll die Vorlage eines Datenmanagementplans bei der Beantragung obligatorisch gemacht werden. Die Entscheidung über die Eignung von Daten für eine Sekundärnutzung darf keinen Einfluss auf die Genehmigung beantragter Projekte haben.

Status: Der Arbeitskreis hat seine Arbeit beendet.
 

Mitglieder waren:

  • Prof. Dr. Thomas K. Bauer
    Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI Essen), Mitglied des RatSWD
  • Prof. Dr. Monika Jungbauer-Gans
    Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, Mitglied des RatSWD
  • Prof. Dr. Stefan Liebig
    Universität Bielefeld
  • Prof. Dr. Frank Michael Spinath
    Universität des Saarlandes, Mitglied des RatSWD
  • Prof. Dr. Jörg Strübing
    Eberhard Karls Universität Tübingen, Mitglied des RatSWD
  • Prof. Dr. Gert G. Wagner
    Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), Mitglied des RatSWD